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MUSTERBAU

Energietechnik · Oberdorf · 2025

Wärmepumpe im Altbau ohne Fußbodenheizung

Luft-Wasser-Wärmepumpe in einem Haus von 1968 – durch Heizkörpertausch in vier Räumen auf 48 °C Vorlauf gebracht, Jahresarbeitszahl 3,8.

Heizlast
11,4 kW
Vorlauf
48 °C
Jahresarbeitszahl
3,8
Förderung
11.400 €
Außeneinheit der Wärmepumpe an der Nordseite
Außeneinheit an der Nordseite, 4,5 m Grenzabstand
Technikraum mit Pufferspeicher und neuem Verteiler
Technikraum mit Puffer und neuem Verteiler

Ausgangslage

Ein freistehendes Einfamilienhaus von 1968, in den 2000er-Jahren gedämmt, mit Gliederheizkörpern und einer 22 Jahre alten Gasheizung. Zwei Betriebe hatten zuvor abgeraten – mit dem Argument, ohne Fußbodenheizung funktioniere eine Wärmepumpe nicht.

Lösung

Wir haben zunächst gemessen statt gerechnet: Über zwei Wochen im Januar wurde die Vorlauftemperatur der Bestandsanlage schrittweise abgesenkt und protokolliert, welche Räume ab wann nicht mehr die Solltemperatur erreichen.

Ergebnis: Vier Räume waren unterversorgt, der Rest des Hauses kam mit 48 Grad Vorlauf aus. Getauscht wurden daraufhin genau diese vier Heizkörper – nicht alle 14. Anschließend erfolgte ein hydraulischer Abgleich nach Verfahren B mit raumweiser Auslegung.

Ergebnis

Die gemessene Jahresarbeitszahl lag im ersten Betriebsjahr bei 3,8. Die Förderung nach BEG betrug 11.400 Euro. Der Heizkörpertausch kostete rund 2.800 Euro – ein Bruchteil dessen, was eine nachträgliche Fußbodenheizung gekostet hätte.

Verwendete Materialien und Systeme

  • Viessmann Vitocal 250-A Luft-Wasser-Wärmepumpe
  • Vier Niedertemperatur-Heizkörper
  • Hydraulischer Abgleich Verfahren B
  • Pufferspeicher 200 l

„Uns wurde von zwei Betrieben gesagt, im Altbau ginge das nicht. Hier hat jemand nachgemessen statt geschätzt.“

Markus und Elena Brandt · Oberdorf

Beteiligte Gewerke